Informationen zu EEG und KWKG

Hier finden Sie Hinweise und Anschreiben, die Sie über Verordnungen, Gesetzesänderungen, Clearingstellen etc. hinsichtlich Erzeugungsanlagen informieren.

Themen im Überblick

Auslaufen der EEG-Vergütung

Mit der Entscheidung erneuerbare Energien zu erzeugen haben sich viele Anlagenbesitzer früh dafür entschieden, ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Ökologie zu setzen. Die ersten Anlagen hierzu gingen 2000 und früher ans Netz und erhalten seit 2000 gemäß dem EEG eine regelmäßige Vergütung für den eingespeisten Strom. Der Gesetzgeber hat eine maximale Förderung von 20 Jahren auf Jahresende garantiert. Für die ersten Anlagen enden diese 20 Jahre nun mit Ablauf des 31.12.2020. Im aktuellen Gesetz ist noch keine Folgeregelung enthalten.

Vergütungsdauer im Gesetz:

  • EEG 2000 § 9; EEG 2004 § 12; EEG 2009 § 21; EEG 2012 § 21; EEG 2014 § 22; EEG 2017 § 25

Die Stuttgart Netze als Netzbetreiber muss nun die zugehörigen Einspeiseverträge kündigen, da diese Anlagen nicht mehr vergütet werden dürfen. Dies ist allerdings kein Grund diese Anlage abzuschalten, denn es gibt bereits jetzt Möglichkeiten des Weiterbetriebs:

  • Umstellung auf Eigenversorgung* ohne Netzrückspeisung. Dies ist vor allem in Verbindung mit einem Speicher*** gut umsetzbar. (Achtung wegen der aktuellen Planungen in der Gesetzesnovelle)
  • Umstellung auf Eigenversorgung* in Verbindung mit Direktvermarktung** für den überschüssigen Strom
  • Weiterbetrieb im aktuellen Zustand in Verbindung mit Direktvermarktung** für den erzeugten Strom

Aussichten für die Zukunft

Im Moment novelliert der Gesetzgeber das EEG. In einem der Entwürfe wurde nun eine siebenjährige Anschlussvergütung auf Grundlage der Jahresmarktwerte für Anlagen bis 100kWp eingebracht. Diese Marktwerte sollen allerding nur für Volleinspeisungen gelten. Wer eine Überschussanlage betreibt und diese Anschlussvergütung in Anspruch nehmen will, wird faktisch enteignet, denn die selbstverbrauchten Strommengen werden mit einer Pönale an den Netzbetreiber in Höhe des Arbeitspreises des Grundversorgertarifes sanktioniert und bei fehlender Erzeugungsmessung wären die Ergebnisse vom Netzbetreiber zu schätzen.

Sobald das Gesetz verabschiedet wurde, wird die Stuttgart Netze selbstverständlich die Weiterbetriebsmöglichkeiten prüfen und die betroffenen Anlagenbetreiber entsprechend der neuen Regelungen weiter vergüten. Der Vertrag wird dann durch die gesetzlichen Regelungen ersetzt.

Wenn Sie Fragen zum Auslaufen der EEG-Förderung haben, melden Sie sich gerne bei uns per E-Mail an einspeiser-stu@stuttgart-netze.de.

* Die Umstellung auf Eigenversorgung bedeutet eine Änderung der elektrischen Anlage und muss durch eine eingetragene Elektrofachkraft durchgeführt werden. Der Wechsel der Einspeiseart wird der Stuttgart Netze mit dem gleichnamigen Dokument mitgeteilt. Ggf. werden weitere Formulare für Zählerwechsel benötigt.

** Direktvermarktung bezeichnet den direkten Verkauf der Strommengen an der Börse durch einen Direktvermarkter. Dieser Direktvermarkter nimmt dem Anlagenbesitzer je nach Vertrag den Strom gegen Bezahlung ab und verkauft diesen an der Börse. Für diese Art der Vermarktung ist eine Lastgangzählung notwendig (Kosten ca. 400€/Jahr). Aktuelle Messpreise finden Sie unter diesem Link.

*** Auch die Nachrüstung eines Speichers ist anmeldepflichtig und muss durch eine eingetragene Elektrofachkraft durchgeführt werden. Unsere Checkliste zu notwendigen Anmeldedaten eines Speichers finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner

Anmeldung/Verträge von Erzeugungsanlagen
Stuttgart Netze GmbH
Stöckachstraße 48
70190 Stuttgart
Telefon:
Telefax:

Informationsschreiben zum Marktstammdatenregister

Mit der Aktivsetzung des Onlineportals zum Marktstammdatenregisters (MaStR) am 31.01.2019 sind wir als Ihr zuständiger Netzbetreiber verpflichtet, Sie über die Registrierungspflicht aller Erzeugungsanlagen im MaStR zu informieren.

Wir versenden in den kommenden Wochen in Chargen an alle Erzeugungsanlagenbetreiber ein Schreiben. Dieses Schreiben enthält alle bei uns gespeicherten Anlagendaten, die zur Registrierung der Anlage erforderlich sind. Zudem enthält es das Informationsschreiben gem. §25 Abs. 4 MaStRV und den Informationsflyer der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum MaStR.
 
Fragen zum MaStR beantwortet Ihnen die BNetzA unter den rechts angegebenen Kontaktdaten und über die Webseite gerne. Sollten Differenzen zwischen Ihren Daten zur Erzeugungsanlage und den bei uns gespeicherten Daten vorhanden sein, so wenden Sie sich bitte an folgende Emailadresse, um dies vorab zu klären: mastr@stuttgart-netze.de 
 

Kontakt

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Tulpenfeld 4
53113 Bonn
Tel.: 0 228 14-3333
Fax: 0 228 14-3334