Wallbox fürs E-Auto online anmelden

06. Dezember 2021
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Unternehmen

Netze BW, Stuttgart Netze und Fachverband Elektro- und Informationstechnik geben Tipps zur heimischen Ladestation.

Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg planen, ein Elektroauto zu kaufen. Dabei wirft vor allem das Laden zuhause viele Fragen auf, sowohl zum Anmelden und Installieren der Ladestation als auch zum eigentlichen Laden des Fahrzeugs. Die beiden Stromnetzbetreiber Netze BW und Stuttgart Netze haben deshalb gemeinsam mit dem Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg Tipps, Anregungen und Infos rund um das E-Laden zuhause zusammengestellt. Auf ihren Websites finden an E-Mobilität Interessierte viele nützliche Informationen, Hilfe bei der Suche nach einem Elektroinstallationsbetrieb vor Ort und einen Onlineservice, mit dem sie ihre Ladestation ganz einfach über ihren eingetragenen Elektrofachbetrieb anmelden können. Darüber hinaus hat die Stuttgart Netze das Thema in einem Erklärfilm anschaulich dargestellt.

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Auf der sicheren Seite: Beim Einbau auf Profis setzen

Von der Planung über die Auswahl der Ladestation bis hin zu deren Einbau: Elektrofachbetriebe sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert. „Die Innungsfachbetriebe überprüfen schon vor der Installation einer Ladestation, ob bei der bestehenden Elektroanlage überhaupt eine höhere Dauerstrombelastung für die individuellen Erwartungen möglich ist“, erklärt Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg. „Der geschulte E-Mobilitäts-Fachbetrieb betrachtet dabei das Gebäude des Kunden als ein gesamtes System. Er sorgt durch ein nachhaltiges und effizientes Energiemanagement dafür, dass PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur je nach Kundenwunsch miteinander kommunizieren. So kann ein smartes, intelligent vernetztes Zuhause entstehen. Zusätzlich kümmert er sich um die Schnittstelle zum örtlichen Netzbetreiber bzw. Energieversorger“, so Bürkle weiter. Netze BW, Stuttgart Netze und der Fachverband helfen mit einer Onlinesuche auf ihren Websites dabei, einen geeigneten Fachmann in der Region zu finden.

Wallbox: Mehr Sicherheit, weniger Ladeverluste

„Gängige Haushalts- oder Schuko-Steckdosen (230 V) sind für das regelmäßige Laden eines Elektroautos nur bedingt geeignet. In aller Regel sind weder die Steckdose selbst noch die Elektroinstallation dahinter darauf ausgelegt, über mehrere Stunden so viel Power abgeben zu müssen, wie für das Laden Ihres Elektroautos benötigt wird. Durch eine zu hohe Dauerbelastung besteht zudem die Gefahr von Überhitzungen und Kabelbränden“, sagt Harald Hauser, der als technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze den Betrieb und die Weiterentwicklung des Stromnetzes der Landeshauptstadt verantwortet.

Hier bieten Wallboxen nicht nur mehr Sicherheit; sie sind auch sparsamer, ermöglichen – bei optionaler Installation eines separaten Stromzählers - die individuelle Auswahl eines Stromanbieters und lassen sich bei Bedarf sogar mit der PV-Anlage auf dem Dach vernetzen. Zudem ist mit Wallboxen ein Lademanagement möglich, so dass Kundinnen und Kunden den bestehenden Netzanschluss durch die intelligente Steuerung optimal ausnutzen.

Ladestation anmelden

Bürgerinnen und Bürger, die eine Wallbox bei sich installieren wollen, sollten sich als erstes an einen Elektroinstallateur ihrer Wahl wenden, da nur dieser die Elektroinstallation des Gebäudes kennt bzw. einschätzen kann. „Als Stromnetzbetreiber sind wir für den sicheren Betrieb und den zukunftsgerechten Ausbau der Stromnetze verantwortlich. Unseren Kunden empfehlen wir eine professionelle Beratung, welche Ladeinfrastruktur für die individuellen Anforderungen passend ist. Das kann der vom Kunden beauftragte Elektroinstallateur unter Berücksichtigung der Haus- bzw. Gebäudeinstallation ideal beurteilen“, sagt Markus Wunsch, Leiter Netzintegration Elektromobilität Netze BW.

Bei der verpflichtenden Anmeldung der Ladestationen kommen die Netzbetreiber dann aber ins Spiel. Schließlich sind Wallboxen sehr leistungsstark und beanspruchen das Netz über eine lange Zeit. Für die Netzbetreiber ist es deshalb wichtig zu wissen, wie sich die Anforderungen ans Stromnetz durch das vermehrte Laden von E-Fahrzeugen entwickeln. Wenn die Ladestation eingebaut wird, muss sie daher beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. Für viele Kommunen in Baden-Württemberg ist das die Netze BW, für die Landeshauptstadt die Stuttgart Netze. Das gilt für alle Ladeeinrichtungen mit einer Anschlussleistung bis einschließlich 12 kW. Ist die Anschlussleistung höher als 12 kW – etwa bei Schnellladern oder Mehrfamilienhäusern – ist eine Genehmigung durch den Netzbetreiber erforderlich. Dieser prüft vorab, ob der Netzanschluss entsprechend der höheren Ladeleistung ertüchtigt werden muss. In manchen Fällen ist darüber hinaus eine Verstärkung des Stromnetzes notwendig.

Ihr Ansprechpartner

Unser Pressesprecher steht Ihnen bei allen Fragen rund ums Stuttgarter Stromnetz gerne zur Verfügung.

Moritz Oehl
Manager Unternehmenskommunikation
Stöckachstraße 48
70190 Stuttgart
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