Das Trafohäuschen in der Hahnstraße 79/1 war bisher optisch wenig ansprechend. Das hat sich jetzt geändert. Ein farbenfrohes Äußeres schmückt nun das Häuschen. Im Mittelpunkt steht ein großer Leguan, der allen Passanten von der Straße aus sofort ins Auge fällt. Auf den anderen Flächen gesellen sich weitere farbenfrohe Tiere hinzu: Hier sind ein Chamäleon und mehrere bunte Papageien zu sehen. Verantwortlich für die Umgestaltung ist der Stuttgarter Graffitikünstler „Kosmik One“ alias Bernard Arjun Sakic. Tierische Elemente und farbenfrohe Motive sind zu den Markenzeichen seiner Kunstwerke geworden und bringen vielerorts Farbe in die Stadt. So entstehen ausdrucksstarke Sprühwerke, die sich sehen lassen können.
Frische Farben für die Fassaden: Seit 2017 gestaltet die Stuttgart Netze in Kooperation mit lokalen Graffitikünstlern und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und Bezirksbeiräten die Fassaden ausgewählter Umspannstationen neu. Die Künstler bekommt das Unternehmen dabei von Florian Schupp vermittelt, dem Graffitibeauftragten der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. Eine Übersicht über alle bisherigen Gestaltungen gibt es unter https://www.stuttgart-netze.de/graffiti. „Mit der Kooperation erreichen wir mehrere Ziele: Wir sorgen für schöne und bunt gestaltete Trafohäuschen im Stadtbild, machen auf die wichtige Arbeit der Stromversorgung aufmerksam und schaffen zudem legale Flächen für Graffitikünstler in der Stadt“, sagt Harald Hauser, Technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze.
Auch Raiko Grieb, Bezirksvorsteher von S-Heslach, gefällt das Sprüh-Kunstwerk: „Die neu gestaltete Umspannstation der Stuttgart Netze fügt sich wunderbar in unseren Bezirk ein und bringt durch das farbige Motiv frischen Wind in unsere Nachbarschaft“, sagt er.
In Umspannstationen (auch Netz- oder Trafostation genannt) wird elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannung von 10.000 Volt auf 400 Volt zur Versorgung der Haushalte transformiert. Eine Umspannstation besteht im Wesentlichen aus dem Gebäude, mindestens einem Transformator, einer Mittelspannungsschaltanlage und mindestens einer Niederspannungsverteilung. Im öffentlichen Stromnetz der Landeshauptstadt gibt es rund 1.000 dieser „Stromhäuschen“, die bei Neubauten heutzutage meist als komplett gelieferte, ebenerdige Fertigbaustationen mit kleinen Grundflächen errichtet werden. In Stuttgart sind viele Bestands-Stationen aufgrund des begrenzten Platzes im urbanen Raum als „Einbaustationen“ in Gebäuden untergebracht. Hinzu kommen etwa 1.300 Stationen im Kundenbesitz, z.B. bei Gewerbe und Industrie.



