Schicke Fassade am Zuffenhäuser Kelterplatz

20. Mai 2021
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Unternehmen

Die Stuttgart Netze setzt die Verschönerung ihrer Umspannstationen fort. Als zweite von sechs Aktionen in diesem Jahr hat jetzt Graffitikünstler Jan Haas dem Trafohäuschen in der Haldenrainstraße 23/1 in Zuffenhausen ein farbenfrohes neues Äußeres verpasst.


Auf der Rückseite der Stadtbahnhaltestelle Kelterplatz in Zuffenhausen, direkt an der Tiefgarageneinfahrt zum Ärztehaus, befindet sich die Umspannstation Haldenrainstraße 23/1 der Stuttgart Netze. Das „Stromhäuschen“ gab bisher kein besonderes attraktives Bild ab. Das ist seit vergangener Woche anders. Graffiti-Künstler „Dingo Babusch“ (Jan Haas) hat die Außenfassade der Station im Auftrag des Stromnetzbetreibers farbenfroh und kreativ umgestaltet. Eine fast fotorealistisch gezeichnete Kohlmeise blickt einen da mit ihren großen Augen an, sie ist umgeben von türkisfarbenen und schwarz-weißen Wellen, die den nahen Feuerbach symbolisieren.

Die frisch bemalte Umspannstation ist bereits die zweite, die Graffitikünstler aus der Landeshauptstadt dieses Jahr für die Stuttgart Netze verschönert haben. Erst Anfang Mai hatte Christoph Ganter alias „Jeroo“ Farbe auf das Trafohäuschen in der Hohewartstraße 39 in Feuerbach gebracht. Vier weitere Aktionen, verteilt übers Stadtgebiet, sind für dieses Jahr darüber hinaus noch geplant.

Bereits 2017 hat die Stuttgart Netze damit begonnen, die Fassaden ausgewählter Umspannstationen von lokalen Graffitikünstlern und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und Bezirksbeiräten gestalten zu lassen. Die Künstler bekommt das Unternehmen dabei von Florian Schupp, dem Graffitibeauftragten der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, vermittelt. „Mit der Kooperation erreichen wir mehrere Ziele: Wir sorgen für schön gestaltete Trafohäuschen im Stadtbild, machen auf die wichtige Arbeit der Stromversorgung aufmerksam und schaffen zudem legale Flächen für Graffitikünstler in der Stadt“, sagt Harald Hauser, technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze.

Jan Haas ist unter dem Namen „Dingo Babusch“ schon seit vielen Jahren als Graffiti-Künstler in Stuttgart und Umgebung aktiv. In den 1990er-Jahren hat er mit dem Sprühen angefangen. Seit der gelernte Werbetechniker im Jahr 2005 umgesattelt und sich als Künstler selbstständig gemacht hat, lebt er von Graffiti-Kunst. Diese ziert neben Umspannstationen auch Gebäudefassaden und die Wände von Kinderzimmern. Außerdem malt Jan Haas Kunstwerke auf Leinwand, die er bei Ausstellungen oder Künstlermärkten verkauft.

In Umspannstationen (auch Netz- oder Trafostation genannt) wird elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannung von 10.000 Volt auf 400 Volt zur Versorgung der Haushalte transformiert. Eine Umspannstation besteht im Wesentlichen aus dem Gebäude, mindestens einem Transformator, einer Mittelspannungsschaltanlage und mindestens einer Niederspannungsverteilung. Im öffentlichen Stromnetz der Landeshauptstadt gibt es rund 1.000 dieser „Stromhäuschen“, die bei Neubauten heutzutage meist als komplett gelieferte, ebenerdige Fertigbaustationen mit kleinen Grundflächen errichtet werden. In Stuttgart sind viele Bestands-Stationen aufgrund des begrenzten Platzes im urbanen Raum als „Einbaustationen“ in Gebäuden untergebracht. Hinzu kommen etwa 1.300 Stationen im Kundenbesitz, z.B. bei Gewerbe und Industrie.

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Junge Menschen stehen für die stjg im Mittelpunkt. Als großer freier Träger aus dem Bildungs- und Freizeitbereich engagiert sich die stjg in verschiedenen Geschäftsfeldern für die Interessen von Kindern und Jugendlichen – von der Kita bis zum Berufseinstieg. Mit 41 Kinder- und Jugendhäusern bietet der Träger Heranwachsenden vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Dazu gehört mit der Einsetzung des Graffiti-Beauftragten Florian Schupp im Jahr 2003 auch die Förderung von legaler Spray-Kunst. Denn Graffiti hat sich von der Subkultur zum offiziellen Ausdrucksmittel junger, kreativer und aktiver Menschen etabliert. Die stjg unterstützt ihr Bestreben, öffentliche Flächen zu gestalten und Farbe in den städtischen Raum zu bringen. Neben Förderern aus der städtischen Verwaltung konnten seither viele weitere Kooperationspartner gefunden werden, die dazu beitragen, dass junge Kunst in Stuttgart sichtbar wird. Weitere Informationen: www.jugendhaus.net