Neue Stromversorgung fürs Römerkastell in Bad Cannstatt

16. März 2022
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Baumaßnahmen

Die Stuttgart Netze schließt das bislang autarke Versorgungsnetz des ehemaligen Kasernenareals in Bad Cannstatt ans öffentliche Stromnetz an.

Kreativwirtschaft, Veranstaltungen und Wohnen hoch über dem Neckar – all das vereint das Römerkastell im Stadtteil Hallschlag (Bad Cannstatt). Bedingt durch seine militärhistorische Vergangenheit ist die Stromversorgung des Geländes jedoch autark und wird vom Immobilienbesitzer MKM selbst betrieben. Es gibt nur einen Übergabepunkt vom Netz – ansonsten erhalten die mehr als 30 Gebäude mit ihren rund 100 Gewerbeeinheiten die elektrische Energie über ein in sich abgeschlossenes „Arealnetz“, zu dem auch zwei eigene Blockheizkraftwerke gehören. Das wird sich schon in Kürze ändern.

„Eine moderne Stromversorgung muss viel können – angefangen bei dezentraler Erzeugung, Elektromobilität bis hin zu gestiegenen Lasten. Die Firmen und Bewohner des Römerkastells sollen diesen Herausforderungen künftig noch besser begegnen können“, sagt Arvid Blume, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stuttgart Netze. „Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam mit der Stuttgart Netze das Areal nun vollständig ins öffentliche Stromnetz integrieren können. Das garantiert den Mietern im Römerkastell eine zukunftsorientierte und sichere Stromversorgung. Und es wertet unseren Standort insgesamt auf“, ergänzt Constanze D’Amico, neben Klaus Scholpp Geschäftsführerin der MKM Römerkastell GmbH & Co. KG. Als Besitzerin der Gebäude ist die Gesellschaft dafür verantwortlich, im Vorfeld auch die Hausinstallationen der Gebäude entsprechend zu ertüchtigen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Elektrohandwerk.

Die Arbeiten der Stuttgart Netze beginnen in der Woche vom 21. März 2022. Insgesamt verlegt der Stromnetzbetreiber auf dem Gelände des Römerkastells rund 4,4 Kilometer Niederspannungsstromleitungen und errichtet sechs Kabelverteilerschränke. Teilweise werden bis zu 16 Stromkabel parallel verlegt. Auch Leerrohre für künftige Erweiterungen kommen unter die Erde. Die Gebäude werden über eigene Hausanschlusssäulen versorgt. Die gesamte Infrastruktur wird über eine neue Umspannstation auf Höhe Rommelstraße 11 versorgt und dort mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Diese neue Station wird nach aktuellem Planungsstand zwischen 19. und 22. April angeliefert.

Insgesamt investiert der Netzbetreiber rund 1,5 Millionen Euro in die sichere Stromversorgung des Areals, das damit für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet ist. Bis voraussichtlich Ende des Jahres 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Leider lassen sich gewisse Verkehrsauswirkungen auf dem Gelände des Römerkastells nicht verhindern. So entfallen in den Baufeldern jeweils die Parkplätze und es kommt zu Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Zudem werden einzelne Einfahrten ins Römerkastell über einen längeren Zeitraum gesperrt. Der Verkehr wird entsprechend umgeleitet.

(C) Andreas "Bär" Läsker

(C) Andreas "Bär" Läsker

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Infobox: Das Römerkastell

Im Stadtteil Hallschlag mit Blick auf den Neckar liegt das "Römerkastell". Die ehemalige Dragonerkaserne wurde 1910 unter König Wilhelm II. von Württemberg erbaut und bis 1990 militärisch genutzt. Nach dem Abzug der US-Armee fiel die Liegenschaft in die Obhut des Bundes, der sich vor Ort recht wenig um seinen Besitz kümmerte, so dass das Areal zusehends verwahrloste. Die Stadtverwaltung diskutierte 10 Jahre lang über verschiedene Nutzungskonzepte. Schließlich wurde ein Investorenwettbewerb ausgelobt, welchen die MKM Römerkastell 2001 für sich entscheiden konnte. Heute bietet das Römerkastell als Baden-Württembergs größtes Medienareal seinen Bewohnern und zahlreichen Unternehmen der Kreativwirtschaft ein Zuhause und optimale Lebens- und Arbeitsbedingungen.