Historische Fassadenkunst in Stuttgart-Ost

21. Juli 2021
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Unternehmen

Graffiti-Künstler Roman De Laporte hat die Fassade der Umspannstation in der Ostendstraße 61 in Stuttgart-Ost umgestaltet. Es ist bereits die vierte Graffiti-Aktion der Stuttgart Netze in diesem Jahr. 

Bisher hat das Flachdach-Gebäude in der Ostendstraße 61, direkt am Ostendplatz, nach außen ein eher neutrales, unauffälliges Bild abgegeben. Doch das hat sich jetzt geändert. Graffiti-Künstler Roman De Laporte, in der Sprayer-Szene besser bekannt als „Jack Lack“, hat ein neues Kunstwerk auf der Fassade der Umspannstation geschaffen. So wurde aus einem unscheinbaren Gebäude ein wahrer bunter Hingucker. 

Graffitikünstler Roman De Laporte hat auf der Umspannstation am Ostendplatz einen historischen Bezug zur Kolonie Ostheim künstlerisch umgesetzt. Dazu arbeitete er verschiedene Elemente der Siedlung wie den Jünglingsbrunnen oder einige der charakteristischen Häuserfassaden in sein Werk ein. Die frisch gestaltete Umspannstation soll somit auch einen Teil der Geschichte des Stadtteils widerspiegeln. Die Farben sind vor allem in Brauntönen gehalten. Und trotz des historischen Bezugs schafft der Künstler es, durch geometrische Formen das Werk modern aussehen zu lassen. Roman De Laporte ist in Stuttgart kein Unbekannter. Auch für die Stuttgart Netze war er schon mehrmals tätig. Unter anderem hat er an der Neugestaltung der Umspannstation in der Helfferichstraße (S-Nord) und des Umspannwerks Rembrandtstraße (S-Möhringen) mitgewirkt. 

Frische Farben für die Fassaden 

Seit 2017 gestaltet die Stuttgart Netze in Kooperation mit lokalen Graffitikünstlern und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und Bezirksbeiräten die Fassaden ausgewählter Umspannstationen neu. Die Künstler bekommt das Unternehmen dabei von Florian Schupp, dem Graffitibeauftragten der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, vermittelt. Die Neugestaltung der Umspannstation in Stuttgart-Ost ist bereits die vierte Graffiti-Aktion der Stuttgart Netze in diesem Jahr. Zwei weitere folgen im August (in S-Feuerbach) und September (in S-Nord). Eine Übersicht über alle bisherigen Gestaltungen gibt es unter www.stuttgart-netze.de/graffiti. 

„Mit der Kooperation erreichen wir mehrere Ziele: Wir sorgen für schön und bunt gestaltete Trafohäuschen im Stadtbild, machen auf die wichtige Arbeit der Stromversorgung aufmerksam und schaffen zudem legale Flächen für Graffitikünstler in der Stadt“, sagt Harald Hauser, technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze. 

Charlotta Eskilsson, die Bezirksvorsteherin von S-Ost, ist von der Graffiti-Kunst an prominenter Stelle begeistert: „Ich freue mich außerordentlich, dass die Umspannstation nun auf diese Weise gestaltet wird, da sich der Jugendrat und der Bezirksbeirat schon lange eine Verschönerung wünschen“, sagt sie. 

In Umspannstationen (auch Netz- oder Trafostation genannt) wird elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannung von 10.000 Volt auf 400 Volt zur Versorgung der Haushalte transformiert. Eine Umspannstation besteht im Wesentlichen aus dem Gebäude, mindestens einem Transformator, einer Mittelspannungsschaltanlage und mindestens einer Niederspannungsverteilung. Im öffentlichen Stromnetz der Landeshauptstadt gibt es rund 1.000 dieser „Stromhäuschen“, die bei Neubauten heutzutage meist als komplett gelieferte, ebenerdige Fertigbaustationen mit kleinen Grundflächen errichtet werden. In Stuttgart sind viele Bestands-Stationen aufgrund des begrenzten Platzes im urbanen Raum als „Einbaustationen“ in Gebäuden untergebracht. Hinzu kommen etwa 1.300 Stationen im Kundenbesitz, z.B. bei Gewerbe und Industrie. 

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Junge Menschen stehen für die stjg im Mittelpunkt. Als großer freier Träger aus dem Bildungs- und Freizeitbereich engagiert sich die stjg in verschiedenen Geschäftsfeldern für die Interessen von Kindern und Jugendlichen – von der Kita bis zum Berufseinstieg. Mit 41 Kinder- und Jugendhäusern bietet der Träger Heranwachsenden vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Dazu gehört mit der Einsetzung des Graffiti-Beauftragten Florian Schupp im Jahr 2003 auch die Förderung von legaler Spray-Kunst. Denn Graffiti hat sich von der Subkultur zum offiziellen Ausdrucksmittel junger, kreativer und aktiver Menschen etabliert. Die stjg unterstützt ihr Bestreben, öffentliche Flächen zu gestalten und Farbe in den städtischen Raum zu bringen. Neben Förderern aus der städtischen Verwaltung konnten seither viele weitere Kooperationspartner gefunden werden, die dazu beitragen, dass junge Kunst in Stuttgart sichtbar wird. Weitere Informationen: www.jugendhaus.net