Das Trafohäuschen in der Griegstraße 5, direkt am erst 2019 neu gestalteten Botnanger Marktplatz, gab bisher bisher leider kein allzu schönes Bild ab. Seit dieser Woche hat sich das geändert. Ein großer Kuckuck, Bäume sowie frisches Gemüse, Obst, Brot und Käse zieren nun das Äußere des Häuschens. Die Schriftzüge „Botnang“ und „Markt“ runden das Kunstwerk ab.
Verantwortlich für die farbenfrohe Neugestaltung ist der Stuttgarter Graffitikünstler Jonas „Milo“ Seif. Auf Basis der Vorgabe „einen Bezug zum Stadtteil herstellen“ hatte er sich ein fotorealistisches Gestaltungskonzept überlegt, das die Blicke der Passanten am Botnanger Marktplatz schnell auf sich zieht.
Frische Farben für die Fassaden
Seit 2017 gestaltet die Stuttgart Netze in Kooperation mit lokalen Graffitikünstlern und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und Bezirksbeiräten die Fassaden ausgewählter Umspannstationen neu. Die Künstler bekommt das Unternehmen dabei von Florian Schupp, dem Graffitibeauftragten der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, vermittelt. Eine Übersicht über alle bisherigen 15 Gestaltungen gibt es unter https://www.stuttgart-netze.de/graffiti.
„Mit der Kooperation erreichen wir mehrere Ziele: Wir sorgen für schöne und bunt gestaltete Trafohäuschen im Stadtbild, machen auf die wichtige Arbeit der Stromversorgung aufmerksam und schaffen zudem legale Flächen für Graffitikünstler in der Stadt“, sagt Arvid Blume, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stuttgart Netze.
Auch Mina Smakaj, Bezirksvorsteherin von S-Botnang, gefällt das Sprüh-Kunstwerk: „Die frisch gestaltete Umspannstation der Stuttgart Netze ist eine ausgesprochen sehenswerte Bereicherung für Botnang und unseren belebten Marktplatz“, sagt sie.
In Umspannstationen (auch Netz- oder Trafostation genannt) wird elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannung von 10.000 Volt auf 400 Volt zur Versorgung der Haushalte transformiert. Eine Umspannstation besteht im Wesentlichen aus dem Gebäude, mindestens einem Transformator, einer Mittelspannungsschaltanlage und mindestens einer Niederspannungsverteilung. Im öffentlichen Stromnetz der Landeshauptstadt gibt es rund 1.000 dieser „Stromhäuschen“, die bei Neubauten heutzutage meist als komplett gelieferte, ebenerdige Fertigbaustationen mit kleinen Grundflächen errichtet werden. In Stuttgart sind viele Bestands-Stationen aufgrund des begrenzten Platzes im urbanen Raum als „Einbaustationen“ in Gebäuden untergebracht. Hinzu kommen etwa 1.300 Stationen im Kundenbesitz, z.B. bei Gewerbe und Industrie.
