EEG-Anlagen: Ohne Registrierung droht Vergütungs-Stopp

19. November 2020
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Unternehmen

Um auch künftig Vergütungen vom Netzbetreiber zu erhalten, müssen alle Besitzer von Stromerzeugungsanlagen diese bis spätestens Ende Januar 2021 im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (BNetzA) anmelden.

Knapp 4.300 Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der Großteil davon Photovoltaik, erzeugen in Stuttgart „grünen Strom“. Sie alle sind an das Stromnetz der Stuttgart Netze angeschlossen. In seiner Rolle als Stromnetzbetreiber zahlt das Unternehmen den Besitzern regelmäßige Einspeisevergütungen aus. Diese können je nach Inbetriebnahmejahr und Größe der Anlage schnell einige hundert oder tausend Euro im Jahr ausmachen. Fast 1.800 Anlagenbesitzern droht nun allerdings ab Februar 2021 ein Zahlungsstopp: Sie alle haben Ihre Anlage bislang noch nicht im „Marktstammdatenregister“ der Bundesnetzagentur unter www.marktstammdatenregister.de eingetragen. Die Deadline hierfür ist der 31. Januar 2021 (weitere Infos zu Zweck und Zielen des MaStR in der Infobox am Ende dieser Pressemitteilung).

„Die Betreiber müssen sich zu sämtlichen Anlagen selbst registrieren, Anlagendaten wie Adresse, Leistung oder Inbetriebnahmedatum eingeben und diese aktuell halten. Eine neue Registrierung im MaStR ist auch dann nötig, wenn die Anlage bereits in einem der Register der Bundesnetzagentur registriert war“, erklärt Arvid Blume, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stuttgart Netze. Aufgabe des Netzbetreibers ist es dann, die Daten zu den Anlagen und deren Betreibern zu prüfen und fachspezifisch zu ergänzen. Damit wird in Zeiten der Energiewende Transparenz über die Energieerzeugung in Deutschland hergestellt. 

Anlagenbesitzern, die bis spätestens 31. Januar 2021 nicht im Marktstammdatenregister angemeldet sind, darf die Stuttgart Netze keine Vergütung mehr auszahlen. Zudem kann die BNetzA für solche Anlagen Bußgelder verhängen. „Wir beobachten mit Sorge, dass rund 40 Prozent der Kunden in Stuttgart ihre Anlage bisher nicht registriert haben. Um zu vermeiden, dass wir ab Februar Auszahlungen stoppen müssen, raten wir daher dringend dazu, dies baldmöglichst nachzuholen“, sagt Blume.

Um Anlagenbesitzer zu unterstützen, bietet die Stuttgart Netze einen Registrierungs-Service an. Für einmalig 75 Euro meldet der Netzbetreiber die Bestandsanlage mit allen dafür notwendigen Daten im Marktstammdatenregister an. So ist garantiert, dass auch ab Februar 2021 weiterhin Einspeisevergütungen ausbezahlt werden. Ein entsprechendes Antragsformular können Interessenten einfach per E-Mail an mastr@stuttgart-netze.de anfordern.

Das Marktstammdatenregister

Die Liberalisierung der Energiewirtschaft und die Energiewende erfordern eine umfassende, einheitliche und zuverlässige Datengrundlage. Insbesondere im Strommarkt ist die Erzeugungslandschaft durch eine sehr große Zahl von kleinen und kleinsten Anlagen gekennzeichnet. Die Zahl der Stromerzeuger hat deutschlandweit längst die Million überschritten. Wer für den Netzausbau zuständig ist, für Versorgungssicherheit sorgen muss, oder die Energiewende weiterentwickeln will, benötigt verlässliche Daten. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber das Marktstammdatenregister (MaStR) ins Leben gerufen. Im MaStR werden alle wesentlichen Stammdaten des Strom- und Gasmarktes in einem zentralen Register erfasst und zusammengeführt. Durch die zentrale Erfassung im MaStR werden die behördlichen Meldepflichten vereinheitlicht und vereinfacht.

Das Webportal www.marktstammdatenregister.de erfasst als zentrales Register Daten zu sämtlichen Erzeugungsanlagen:

  • Alle neuen Anlagen und alle bestehenden Anlagen,
  • Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer und konventioneller Energie,
  • Anlagen zur Erzeugung von Strom und Gas

Die Registrierungspflicht gilt auch dann, wenn für den Strom aus der Anlage keine Förderung gewährt oder in Anspruch genommen wird.

Das MaStR enthält ausschließlich Stammdaten: Namen, Adressen, Standorte, Zuordnungen, Technologien, Leistungswerte etc. Nicht enthalten sind die sogenannten „Bewegungsdaten“, die mit der energiewirtschaftlichen Aktivität eines Marktakteurs oder den Vorgängen innerhalb von Anlagen verbunden sind (z. B. Produktionsmengen, Lastflussdaten, Speicherfüllstände).

Ihr Ansprechpartner

Unser Pressesprecher steht Ihnen bei allen Fragen rund ums Stuttgarter Stromnetz gerne zur Verfügung.

Moritz Oehl
Manager Unternehmenskommunikation
Stöckachstraße 48
70190 Stuttgart
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