Sie sind aus Plastik, haben einen Durchmesser von 2-4 Zentimetern und die unterschiedlichsten Farben: Flaschenverschlüsse aus Kunststoff werden am Tag millionenfach aufgeschraubt, wieder zugedreht und landen am Schluss mit der leeren Flasche bei der Pfandabgabe. Der bei Deckeln verwendete Kunststoff ist dabei besonders hochwertig, was sich die Aktion „Deckel gegen Polio“ seit einigen Jahren zunutze macht: In ganz Deutschland hat der Verein Abgabestellen organisiert, an denen Deckel zur Wiederverwertung abgegeben werden können. Mit dem Erlös wird das Rotary-Programm „End Polio Now“ unterstützt, dessen Ziel die Bekämpfung der Krankheit Polio – Kinderlähmung – in Dritte-Welt-Ländern ist. Eine Impfung kostet 4 Euro; das entspricht etwa 500 Flaschendeckeln.
Die Stuttgart Netze, das Regionalzentrum der Netze BW in Stuttgart und die Netze BW Wasser GmbH unterstützen die Aktion: Im vergangenen halben Jahr haben die rund 500 Mitarbeiter der drei Unternehmen an ihren Standorten in Stuttgart etwa 40 Kilogramm Flaschendeckel gesammelt. Die Plastikverschlüsse wurden am Montag, 25. März bei der Hitzemann-Apotheke in Feuerbach, der bislang einzigen Abgabestelle in Stuttgart, abgeliefert. Mit den rund 15.000 Deckeln lassen sich 30 Impfungen gegen Polio finanzieren.
„Es ist beeindruckend, mit welchem Einsatz und Herzblut die Mitarbeiter in den vergangenen Monaten Deckel für den guten Zweck gesammelt haben – nicht nur auf der Arbeit, sondern auch im privaten Umfeld. Wir hoffen, dass wir damit einen kleinen Teil zur Ausrottung dieser tödlichen Krankheit leisten können“, sagt Harald Hauser, Technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze.
Selbstverständlich geht das Sammeln an den Standorten Stöckach, Wasserwerk (Poststraße) und Gaswerk (Talstraße) nun weiter. Die geleerten Kisten stehen schon wieder an ihren angestammten Plätzen in Kaffeeküchen oder Aufenthaltsräumen und warten darauf gefüllt zu werden.